23.04.2013

Zylinderabschaltung im neuen AUDI RS6 Avant - Cylinder on demand (COD)

Cylinder on Demand (CoD)

Im neuen Audi RS6 ist eine neue, wegweisende Innovation erhältlich: die Zylinderabschaltung oder cylinder on demand (COD). Sie basiert auf dem dem Audi valvelift system (AVS). Sie reduziert den Verbrauch im NEFZ-Zyklus um etwa fünf Prozent, bei konstant 100 km/h Tempo sogar um etwa zwölf Prozent. Bei niedriger bis mittlerer Last und Drehzahl – bis etwa 250 Nm und 3.500 1/min – schaltet die COD-Technik die Zylinder 2,3, 5 und 8 ab, indem sie die Ventile schließt und Einspritzung sowie Zündung stilllegt. In den aktiven Zylindern steigt der Wirkungsgrad, weil sich die Betriebspunkte zu höheren Lasten hin verlagern.
Unmittelbar vor dem Schließen werden die Brennräume noch einmal mit Frischluft gefüllt – diese Lösung sorgt für einen vergleichsweise geringen Innendruck in den Zylindern. Die Umschaltung erfolgt innerhalb von Hundertstelsekunden über Hülsen, die axial auf den Nockenwellen verschoben werden; zu diesem Zweck greifen elektromagnetisch ausfahrende Pins in spiralförmige Nuten auf der Außenseite der Hülsen ein. Dieser Vorgang verläuft so geschmeidig, dass der Fahrer den Vierzylinderbetrieb praktisch nur durch den Hinweis im Display des Kombiinstruments erkennt. Sobald er kräftiger Gas gibt werden die Zylinder wieder aktiviert. Wenn der Audi V8 vorübergehend als V4 läuft, zündet er nur alle 180 Grad Kurbelwinkel. Sein Kurbeltrieb produziert höhere Drehschwingungen – diesem Effekt wirken die aktiven Motorlager entgegen. Sie erzeugen über elektromagnetische Schwingspulenaktuatoren phasenversetzte Gegenschwingungen, die die Vibrationen des Motors weitgehend kompensieren. Die aktiven Motorlager werden auch im Leerlauf tätig.

Bild und Quelle: Audi

- Kevin

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