06.06.2013

Internationaler Tag der Umwelt: Erdgasfahrzeuge tragen zur Energiewendeim Verkehr bei

Bundesweit geht rund ein Fünftel des gesamten CO2-Ausstoßes auf das Konto des Verkehrs. Mit dem verstärkten Einsatz von Erdgasfahrzeugen lässt sich das ändern: "Der alternative Antrieb hat das Potenzial, die Energiewende im Verkehr maßgeblich voranzutreiben", sagt Dr. Timm Kehler, Geschäftsführer der erdgas mobil GmbH. Erdgas als Kraftstoff ist praxistauglich, technisch ausgereift und stößt bis zu 25 Prozent weniger CO2 aus als Benzin. Kommt Bio-Erdgas zum Einsatz, lässt sich der CO2-Ausstoß noch einmal deutlich senken. Im Vergleich zu Diesel entstehen außerdem rund 95 Prozent weniger Stickoxide.

Um zu zeigen, wie nachhaltig diese Werte auf das Klima einwirken, hat erdgas mobil anlässlich des internationalen Tages der Umwelt, der sich am 5. Juni zum 37. Mal jährt, einmal nachgerechnet: Derzeit sind rund 95.500 Erdgasfahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs, die pro Jahr rund 350 Millionen Liter Benzin substituieren. Das entspricht einer Einsparung von circa 323.000 Tonnen an klimaschädlichem CO2.
"Doch das Potenzial des alternativen Antriebs ist damit noch längst nicht ausgeschöpft", betont Kehler. So könnte die Zahl der Erdgasfahrzeuge laut Expertenprognose bis 2020 auf bis zu 1,4 Millionen ansteigen. Bei dieser Anzahl an erdgasbetriebenen Fahrzeugen, erhöhen sich die zuvor genannten Werte auf eine Substitution von 5,1 Milliarden Litern Benzin und 4,7 Millionen eingesparte Tonnen CO2. Das entspricht dem jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß einer Großstadt mit rund 500.000 Einwohnern, wie beispielsweise Hannover. Noch besser fällt die Umweltbilanz aus, wenn dem Kraftstoff weiteres Bio-Erdgas beigemischt wird. Das regenerative Erdgas-Pendant wird in Deutschland hauptsächlich aus Bioabfällen sowie landwirtschaftlichen Reststoffen gewonnen und senkt den Kohlendioxidausstoß laut einer Studie der Deutschen Energie Agentur (dena) um bis zu 97 Prozent im Vergleich zu Benzin.

"Die Erdgastechnologie verfügt über hohes CO2-Einsparpotenzial, gerade im Vergleich zum Benzin und Dieselkraftstoff", unterstreicht Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. "Sie bietet eine kostengünstige Möglichkeit, die bundesweiten Klimaschutzziele zu erreichen." "Doch damit die Zahl der Erdgasfahrer weiter steigt, muss auch die Politik Gas geben", sagt Kehler. Der alternative Antrieb bringe alle Voraussetzungen mit, um den Verkehr umweltschonender und sozialverträglicher zu gestalten. "Wir würden es daher sehr begrüßen", so der erdgas mobil-Geschäftsführer, "wenn die Forderungen der Initiative Erdgasmobilität von der Bundesregierung aufgegriffen werden." Das Bündnis setzt sich seit 2011 für Erdgas und Bio-Erdgas als Kraftstoff ein und fordert unter anderem, die Preisauszeichnung der Kraftstoffe an der Tankstelle zu vereinheitlichen und den vergünstigten Mineralölsteuersatz für den alternativen Antrieb über 2018 hinaus zu verlängern.


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